"Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean."

Isaac Newton

Blockaden erkennen und auflösen

 

Im Wort Blockade steht das Wort «Block». Stellen wir uns also einen grossen Block vor, der direkt vor unserer Nase steht. In unserem Leben gibt es immer wieder kleine oder grosse Blöcke, die uns in irgendeiner Weise daran hindern, vorwärts zu schreiten. Die kleinen Blöcke können relativ leicht zertrümmert und zur Seite geschoben werden aber vor den grossen Blöcken bleiben wir unter Umständen jahrelang stehen und kommen nicht weiter.

In diesem Artikel geht es vor allem darum, diese grossen Blöcke zu erkennen und zu verstehen, was sie uns zeigen möchten. Um das Thema Blockaden besser zu erklären, haben sich mir zwei Bilder gezeigt, die ich näher zu deuten versuche. Das erste Bild ist fliessendes Wasser mit einem grossen Stein. 

 

Das Wasserbild

Stellen wir uns vor, wir wären ein Tröpfchen in einem Bach. Tagtäglich fliesst das Wasser unaufhörlich in diesem Bach, und wir sind Teil dieses Wassers. Das einzige Ziel des Wassers ist es, möglichst flexibel zu bleiben, um grosse und kleine Hindernisse zu umfliessen, so dass es schlussendlich in einen See oder das Meer gelangen kann.

Wir fliessen also so dahin und geraten plötzlich an einen grossen Stein, was symbolisch den Block darstellen soll. Nun stehen wir vor diesem Hindernis und sehen nichts anderes mehr als diesen Stein. Er wirkt riesig und macht uns Angst. Was sollen wir tun? Wochenlang bleiben wir davor stehen und wissen nicht, wie es weiter gehen soll. Wir überlegen uns den Stein zu zerhacken aber das scheint in Anbetracht unserer Grösse, ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Wäre es ein kleiner Stein, könnte man ihn problemlos umfliessen, zerstören oder sogar darüber fliessen, so wie wir es schon oft mit anderen kleinen Hindernissen getan haben- bewusst oder unbewusst. Aber dieses Mal ist es einfach zu gross.

Nun ja, was gäbe es für Möglichkeiten, damit die Reise weitergehen kann?  Die einzige sinnvolle Möglichkeit besteht darin, ein Stückchen zurück zu schwimmen, was natürlich enorm anstrengend ist, um den Stein von Weitem zu betrachten und abzuwägen welche Möglichkeiten es gibt, ihn zu umfliessen.

Hat man es geschafft, ist man als Tröpfchen in Zukunft viel bewusster und schaut achtsam voraus, um grosse Steinen bereits aus der Ferne zu erkennen und diese gekonnt und gelassen umschiffen zu können.

 

Der Lebensfluss

Genau so verhält es sich in unserem Leben. Oft geraten wir vor einen grossen Stein und wissen nicht mehr weiter. Statt 5 Schritte zurück zu schwimmen und zu schauen ob es nicht einen anderen Weg gibt, welches die weichere, die bessere Variante wäre, bleiben wir eine gewisse Zeit oder sogar ein Leben lang vor dem Stein sitzen. Unsere Lebensansichten, immer verbunden mit Angst, richten sich nach dieser grossen Blockade und legen die ganze Aufmerksamkeit darauf.

Das Zurückschwimmen erfordert Kraft, spirituelle Kraft. Oft hört man das Wort «loslassen». Ist es denn überhaupt möglich, etwas loszulassen? Ist es möglich sich vom Stein zu entfernen?

Ja, ist es. Aber nicht so wie sich die meisten denken. Viele Menschen versuchen den grossen Stein «loszulassen» oder mit Gewalt zu zermalmen und scheitern daran. Einfach, weil er so gross und hart ist. Ich habe schon oft gehört, wie Leute gesagt haben: «Ich habe losgelassen!» und bei genauerem Hinschauen merkt man, dass sie nur die Augen geschlossen haben. Im Leben geht es nicht um Loslassen, sondern um Verstehen. So kommen wir nicht immer und immer wieder mit den gleichen Situationen in Kontakt. Dies erfordert Achtsamkeit, Bewusstsein und Flexibilität. Man sollte vorausschauend die grossen Brocken erkennen und sie sanft umfliessen, um ins Meer zu gelangen.

 

Das Kugel Labyrinth

Das zweite Bild, das erschien, war das Kugellabyrinth. Man versucht durch Geschicklichkeit eine Kugel in die Mitte zu führen. Dabei stösst man immer wieder an Grenzen, muss zurück, um einen anderen Weg zu wählen.  Es ist ähnlich wie beim Wasser. Vorgängig und mit Achtsamkeit schauen, wohin der Weg führt. So vermeidet man Blockaden.

 

Blockaden erkennen

Wir alle lassen uns von Zeit zu Zeit von einem Stein im Wasser den Weg versperren, hängen fest oder stossen an eine Grenze im Kugellabyrinth. Versuchen wir doch, einige Schritte zurückgehen, das Ganze von weiter weg zu betrachten und dann einen leichteren Weg ans Ziel zu finden.

Mit «einige Schritte zurückgehen» meine ich aber nicht, davonlaufen und diese Blockade nicht anschauen, sondern dass man sich einen besseren Überblick über die Vielfalt des Lebens verschafft. So fällt es leichter, im Fluss des Seelenplans und des Lebens zu bleiben und flexibel alle Situationen zu meistern. 

Die Steine und Grenzen dienen lediglich dazu, uns auf etwas aufmerksam zu machen, damit wir die Illusion der Blockaden erkennen können. Für uns ist die Blockade eine Realität aber in Wirklichkeit ist es nur eine Illusion, verpackt in unserem Leben, damit wir unser Bewusstsein erweitern können. «Loslassen» im klassischen Sinn gibt es nicht, man kann nur den Stein erkennen, einige Schritte zurücktreten und versuchen den weiteren Verlauf mit Achtsamkeit zu meistern. Sobald wieder eine Barriere auftaucht, kann man sie kurz anschauen, erkennen dass es eine Illusion ist und sie dann elegant bezwingen.

Es ist mir bewusst, dass das «Zurückgehen» keine einfache Aufgabe ist. Oft ist man verkettet mit dieser Blockade und erkennt den weiteren Weg hinter dem Stein nicht.

Im kommenden Seminar werden wir versuchen ihre Blockaden zu erkennen, medial zu schauen, was die Illusion dahinter ist, um sich dann einige Schritt zu entfernen, damit man wieder im Lebensfluss schwimmen kann.

 

Sonntagsseminar

Ich freue mich, wenn Sie am 8.2. dabei sind, um die illusorischen Blockaden aufzulösen.

Ich bin voraussichtlich dabei

Damit ich ungefähr abschätzen kann wie viele Teilnehmer am Seminar dabei sein werden, bitte ich Sie, sich unverbindlich anzumelden. Alle weitere Informationen zu den Sonntagsseminaren finden Sie hier.

Begleitpersonen, die das erste Mal das Sonntagsseminar besuchen, dürfen kostenlos daran teilnehmen. (gilt für 1 Begleitperson pro Teilnehmer)